Tuina setzt sich zusammen aus den chinesischen Wörtern tui (schieben, drücken) und na (greifen, ziehen), weil diese manuellen Techniken bei der Behandlung angewandt werden. TuiNa/AnMo gehört zu den ältesten Therapieformen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).
Aus westlicher Sicht handelt es sich um eine Mischung aus Elementen der Chiropraktik, der Akupressur und verschiedener Massagetechniken. Es gibt auch eine Form der Selbstbehandlung, eine sanftere Version für Kinder und im Westen, dem Trend folgend, auch Wellness-Tuina.
Der Therapeut arbeitet mit Fingerkuppen, Handballen, Handflächen und dem Ellenbogen. Es geht darum, bestimmte Punkte der Meridianbahnen zu reizen. Es gibt dafür 18 Grundgriffe und insgesamt rund 300 Einzelgriffe. Die Haupttechniken sind Druck, Vibration, Bewegung auf dem Gewebe und "greifendes Kneifen". Außerdem werden Manipulationen der Gelenke vorgenommen, ähnlich wie bei der Chiropraktik. Jede Behandlung erfolgt in drei Phasen: Aktivierung, Intervention und Harmonisierung.
Eine Massage dauert rund 30 Minuten.
TuiNa/AnMo ist eine Massage-, d.h. eine Manualtherapie.
Die TuiNa/AnMo-Massagetherapie basiert auf einer ganzheitlichen und auf den Menschen gerichteten Betrachtungs- und Denkweise. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Wissen über die menschlichen
Energieleitbahnen, die so genannten Meridiane wie bei der Akupunktur. Sie sorgen im Körper für das Gleichgewicht
der Kräfte.
In der Regel sind mehrere Behandlungen angebracht, um Energieblockaden zu lösen und einen Prozess in Gang zu setzen. Die TuiNa/AnMo-Massagetherapie kann präventiv und zur Rehabilitationeingesetzt werden. Bei ernsthaften Gesundheitsstörungen ist jedoch immer zuerst ein Arzt zu
konsultieren (Spital oder Hausarzt).
Site Map